Klassiker der Filmgeschichte

FK4_07 Double Indemnity

FK4_07 Double Indemnity

Es geht weiter rückwärts durchs letzte Jahrhundert – und wir bleiben nach der letzten Folge dem „Film Noir“ noch ein wenig treu. War „The Hitch-Hiker“ aus den 50ern eher ein Geheimtipp des Genres, hat unser Gast Steve uns dieses Mal für die 40er Jahre ein Werk mitgebracht, das von vielen als DER grundlegende Film des Genres angesehen wird, nämlich „Double Indemnity/Frau ohne Gewissen“ von Billy Wilder.
Wir sprechen natürlich – aber nicht nur – über Genremerkmale und wie der Film seine Nachfolger stilistisch uns drehbuchtechnisch beeinflusst hat, erfreuen uns an einer fantastischen Hauptdarfstellerin Barbara Stanwyck und dem Rewatch-Faktor des Films, und diskutieren über Krimis und ihre Strukturen, vor allem zu Zeiten des Hays-Code. Und nebenbei nimmt Steve uns mit geballten Infos zur Produktionsgeschichte des Films mit in eine Zeit, in der Hollywood noch nach ganz anderen Regeln gespielt hat als heute. Viel Spaß!

FK4_06 The Hitch-Hiker

Wir sind in den 50er Jahren angekommen und stoßen langsam in die Zeiten vor, in denen sich zumindest Becci aus dem Team so gar nicht mehr filmisch auskennt. Aber zum Glück haben wir ja unsere Gäst*innen: Alex von den „Abspannguckern“ hat uns sogar zusätzlich zum überhaupt da sein den Gefallen getan, dass wir nach 16 Folgen das erste Mal wieder über den Film einer RegisseurIN sprechen können, nämlich über „The Hitch-Hiker“. Dieser lässt sich genretechnisch als Film Noir bezeichnen, hat aber auch einiges zu bieten, was außerhalb der Genrekonventionen verläuft. Und so sprechen wir mit Alex über die Inszenierung von Autofahrten, über Freundschaft abseits von Buddy-Motiven, über fähige mexikanische Polizisten und über die Trope des psychopathischen Killers. Außerdem gibt es diesmal einige Exkurse – zum Beispiel zu der Frage, wie die typische Verpflegung auf einem 50er-Jahre-Roadtrip ausgesehen hat. Fragt nicht :)

FK4_05 Die Nacht der lebenden Toten

Von einem Science-Fiction-Film mit Horrorelementen aus den 70ern gleiten wir weiter rückwärts durch die Jahrzehnte zu einem DER Horrorfilme der 60er Jahre – und vielleicht sogar einem DER Horrorfilme überhaupt. Unser Gast Nikolas hat sich mit George A. Romeros „Night of the Living Dead“ einen echten Klassiker seines Genres ausgesucht, der die Figur des Zombies so sehr geformt hat, dass man den Zombie in seiner heutigen popkulturellen Form auch „Romero-Zombie“ nennt. Ausgehend von Nikolas' Expertise sprechen wir über das Zombie-Genre im Allgemeinen und welche Rolle die Menschen eigentlich in der Welt des Zombies spielen (Spoiler: meistens keine gute). Wir schauen uns außerdem die (vor allem im Verhältnis zum sehr geringen Budget des Films) spannenden Bilder an und diskutieren den Kommentar des Films auf Rassismus und patriarchale Familienstrukturen.

FK4_04 Dark Star – Finsterer Stern

Mit Siebenmeilenschritten schreiten wir in unserem Jahrzehnte-Rückblick rückwärts und sind mittlerweile in den 1970ern gelandet. Unser Gast Jan (@zwangsdemokrat), seines Zeichens neben vielen anderen Dingen Experte für das Gesamtwerk John Carpenters, hat uns dessen Erstlingswerk mitgebracht: „Dark Star“. Ursprünglich gefilmt als Projekt an der Filmhochschule, wurde „Dark Star“ für die Kinoausspielung zu einem richtigen Langspielfilm ausgebaut und liefert trotz des extrem niedrigen Budgets, das man seinen Effekten auch teilweise ansieht, eine Hommage und gleichzeitig kluge Parodie von Filmen wie Kubricks 2001. Wir sprechen über die Raumfahrt als einen dreckigen Job der Arbeiter*innenklasse und die Ausbeutung der Astronauten durch den Kapitalismus, über philosophische Sphären und die Frage, ob das erkenntnistheoretische „Ich denke, also bin ich“ auch für Bomben gilt, sowie über die Kernrolle von „Dark Star“ als Missing Link im Stammbaum der Science Fiction. Ach ja, und natürlich über Wasserball-Aliens.

P.S.: Die Preshow war lustig. Sehr lustig. So lustig, dass wir diesmal nicht nur einen Outtake daraus gemacht haben, sondern eine ganze Bonusepisode. Ihr findet sie vom Feed von Becci Personal-Pöbel-Podcast „Reichlich Randale“.

FK4_03 E.T. – Der Außerirdische

Wir machen einen weiteren Schritt zurück in unserem Jahrzehnte-Rückblick und sind mittlerweile in den 1980ern gelandet. Was würde da besser passen als ein Film von Steven Spielberg, der (Zitat Christopher) „ja den 80er-Jahre-FIlm erfunden hat“? Zum Glück hat unsere Gästin Diana (@tahiti_sue) uns erhört und uns „E.T. – Der Außerirdische“ mitgebracht, einen echten Klassiker unter den Kinderfilmen und einen echten Klassiker aus dem Portfolio des umtriebigen Regisseurs. Wir erfreuen uns am Aliendesign, Setdesign und William-Soundtrack, überlegen, welche Motive des Films sich wohl aus Spielbergs Auseinandersetzung mit den Gefühlen während der Trennung seiner Eltern ergeben haben und analysieren die Filmmagie, die „E.T.“ ausstrahlt – sofern das bei so etwas wie Magie überhaupt geht.

FK4_02 Johnny Mnemonic

Der Jahrzehnte-Rückblick geht weiter: Unsere Gästin Christiane (@christianeattig), die mittlerweile 6 verschiedene Podcasts macht (u.a. „Keanu Reloaded“) und TROTZDEM noch in andere Podcasts zu Gast kommt, hat uns beispielhaft für die 1990er Filmjahre den Cyberpunk-Klassiker „Johnny Mnemonic“ mitgebracht – einen Film, der sich nicht immer ernst nimmt, aber manchmal doch sehr. Wir erfreuen uns an den Visionen von Regisseur (eigentlich Künstler) Robert Longo bzgl. des Cyberspace und virtueller Realität, lassen unsere Gedanken rund um Mensch-Maschine-Interaktion und die (dystopischen) Zukunftsbilder der 90er Jahre kreisen und fragen uns, wer wohl das finale Duell Eins-gegen-Eins gewinnen würde: Dolph (aka Jones der Delfin) oder Dolph (aka der Prediger)?

FK4_01 Lilo & Stitch

Neues Jahr, neue Staffel! Bei den „Klassikern der Filmgeschichte“ steht in diesem Jahr alles im Zeichen eines Jahrzehnte-Rückblicks. Ausgehend von unserer Prämisse, dass besprochene Filme mindestens 15 Jahre alt sein müssen, steigen wir in dieser ersten Episode der Staffel mit den 2000er Jahren in den Rückblick ein. Eric – aufmerksamen Hörer*innen bekannt als Animationsliebhaber – hat uns Disney's „Lilo & Stitch“ mitgebracht, einen Film, der stilistisch beispielhaft für die Umbruchsphase vom gezeichneten zum rein animierten Film steht. Aber auch inhaltlich ist hier eine Menge los: Sollte es etwas so sein, dass Disney schon Anfang der 2000er Jahre emanzipatorischere Geschichten erzählt hat als heute? Wir sprechen über Trauer, Trauma und Heilung, über Beziehungsarbeit und Aufheiterung, über Genderrollen und Humor, und stellen uns nicht zuletzt die Frage, warum wir bestimmte traurig-nachdenkliche Ebenen des Films als Kinder gar nicht so wahrgenommen haben, sondern eher eine lustige Komödie in Erinnerung hatten.

P.S.: Wir haben die Folge aufgezeichnet, bevor die kontroversen Twitter-Diskussionen über den Film und seine vermeintlich toxischen Beziehungen losgingen. Wir stehen zu jedem Wort, was wir in der Folge diesbezüglich gesagt haben.

FK3_05 Gritta von Rattenzuhausbeiuns

Wie wohl Weihnachten auf der Burg Rattenzuhausbeiuns aussieht? In dem DEFA-Klassiker „Gritta von Rattenzuhausbeiuns“, den uns die DEFA-Märchen-Liebhaberin Miriam (@_noujoum) zu unserer diesjährigen Weihnachtsfolge mitgebracht hat, sehen wir das zwar nicht – aber dafür ganz viel darüber, wie ein unangepasstes Mädchen ihren Weg geht. Ganz im Zeichen des Themenmonats #DEFAzember sprechen wir natürlich über DEFA-Märchen im Allgemeinen, aber auch über Frauenrollen und Mädchensolidarität, über Herrschaft, Klassen und (unreflektierte) Privilegien sowie über unterschiedlichste Formen der Liebe. Und mit letzterem ist es doch schon fast wieder weihnachtlich, oder? Hört selbst!

FK3_04 Stand by Me

Endlich gehen wir in der Zeit mal wieder ein bisschen weiter zurück – diesmal ins Jahr 1986. Unsere Gästin Luise (@headbreak) war diesen Sommer auf einem längeren Trip in den USA, wo sie sich unter anderem auf die Spuren von Stephen King begeben hat, und hat uns als einen ihrer persönlichen Filmklassiker „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“ mitgebracht. Das ist ja eine der wenigen Verfilmungen einer King-Vorlage, mit der der Autor sehr zufrieden war. Uns kommt es tatsächlich wie eine eher ungewöhnliche King-Variante vor, denn Eric vermisst zuallererst die Horrorelemente. Wenn es nun aber kein Horrorfilm ist, was zeichnet „Stand by Me“ dann aus, was hat ihn so tief in das kulturelle Gedächtnis unserer Generation eingebrannt?
Wir sprechen über Kindheit, Jugend und Erwachsenwerden, über Freund*innenschaft, die nicht ein ganzes Leben anhalten muss, um gut gewesen zu sein, über Charme und Zusammenspiel der vier unterschiedlichen Hauptcharaktere, über Väter, Söhne und Männlichkeit, über titelgebende Musik, aber auch über Fatshaming und die Abwesenheit von Frauen. Hört rein!

I never had any friends later on like the ones I had when I was twelve. Jesus, does anyone?

FK3_03 Eyes Wide Shut

Ungeplant scheint sich diese Staffel der „Klassiker der Filmgeschichte“ zu einem 90er-Special zu entwickeln. Denn unsere Gästin Sumi (@captainsumi) hat uns diesmal als einen ihrer persönlichen Filmklassiker „Eyes Wide Shut“ aus dem Jahr 1998 mitgebracht – einen Film, der gefühlt ganz anderes vermarktet wird, als er wirklich ist. Denn hinter der erotischen Fassade verbirgt sich ein spannendes Zusammenspiel aus Form und Inhalt, in dem vor allem eine Frage im Mittelpunkt steht: Was ist Traum, was ist Wirklichkeit, und ist das eigentlich überhaupt wichtig? Wir sprechen über Beziehungen und die Grundfeste, auf denen sie aufbauen, über Monogamie und Polygamie als Beziehungsideale, über mächtige Männer, fragile Männlichkeit und Macht im Zusammenhang mit Sexualität sowie Emanzipation. Hört rein!

And no dream is ever ... just a dream.